20 Jahre Mediatorin im Arbeitskontext – Meine Anfängerfehler.

Na klar habe ich Fehler gemacht, als ich mit Elan ins Mediationsgeschäft eingestiegen bin. Und jeweils etwas geändert. Hier 5 Beispiele:

📌 Fehler: Der erste Kontakt und das Kennenlernen am Telefon wird direkt zu einer sehr ausgiebigen Konfliktschilderung des Kunden. Höfliches Stoppen scheint irgendwann unmöglich.
⚡Gefahr: Die Grenzen zwischen Anruf, Erstgespräch und Auftragsklärung verschwimmen, ohne dass die Honorarfrage geklärt wurde.
💡 Lösung: Direkt zu Beginn wertschätzen, dass der Kunde so schnell Vertrauen fasst, einen Gang zurückschalten und zunächst das mögliche Vorgehen transparent besprechen.

📌Fehler: Konflikte übernehmen, die schon zu weit eskaliert sind, um noch Gegenstand einer Mediation zu sein.
⚡Gefahr der Instrumentalisierung. „Tja, die Mediatorin hat es ja auch nicht hinbekommen, mehr können wir nicht tun.“
💡Lösung: Sich Zeit nehmen, den Konflikt realistisch einzuschätzen, und den Auftrag ggf. ablehnen.

📌Fehler: Die Vertraulichkeitsklausel nicht ausreichend verdeutlichen, um nicht zu formal zu wirken.
⚡Gefahr: Der Auftraggeber möchte entgegen der Absprache über die Inhalte der Mediationssitzungen informiert werden. Du willst niemanden vor den Kopf stoßen. Worst case: Vertrauensverlust in alle Richtungen.
💡Lösung: Im Vorfeld klar abstimmen, wer im Mediationsprozess wann welche Information von wem bekommt.

📌Fehler: Sich darauf einlassen, keine Regeln zu vereinbaren, „weil wir so etwas nicht brauchen“.
⚡Gefahr. Ohne Regeln wird es schwierig, wenn die Emotionen hochkochen.
💡Lösung: Regeln zu Beginn der Mediation gemeinsam festlegen . „Was ist Ihnen für den Umgang während der Mediation wichtig?“ Wenn sie nicht gebraucht werden, umso besser.

📌Fehler: Ungeeignete Räume aus falsch verstandener Kooperation akzeptieren.
⚡Gefahr: In dunklen, stickigen, engen Räumen fühlt sich niemand wohl und wertgeschätzt.
💡Lösung: Bei der Auftragsklärung auf die Wichtigkeit neutraler, gut ausgestatteter Räume hinweisen.

Natürlich mache ich immer noch viele Fehler, sonst würde ich ja nichts mehr lernen. Der Elan ist geblieben!

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