Führungskräfte brauchen nicht immer sofort eine Lösung

„Ich muss nicht immer sofort eine Lösung haben.“
Diese Erkenntnis eines Teilnehmers am Ende von zwei intensiven Seminartagen bringt viel von dem auf den Punkt, worum es in Mediation und Führung geht.

Zum Start des neuen Seminarjahres begleitete ich erneut eine Gruppe von Nachwuchsführungskräften der Berufsfeuerwehr. Im Rahmen des Ausbildungslehrgangs für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst warfen wir gemeinsam einen Blick auf Konfliktmanagement und Deeskalation aus Führungsperspektive.

Im Fokus stand dabei konsequent die Praxis der Teilnehmer:

❓ Was passt zu unserer  Kultur, zu unserer Rolle, zur Situation?
❓Wie kann Kommunikation wirksam sein, ohne „künstlich“ und aufgesetzt zu wirken?
❓Welche Instrumente sind im Wachalltag und im Einsatzkontext umsetzbar?

Anhand von Fallanalysen, Praxisfällen der Teilnehmer und sehr engagiert durchgeführten Rollenspielen konnten wir gemeinsam in, sagen wir mal, beharrlichen, Feedbackschleifen die Sorge abbauen, durch Gesprächstechniken an Glaubwürdigkeit oder Autorität zu verlieren.

Dabei ging es um Haltung und konkrete Formulierungen. Manchmal sind es Kleinigkeiten. Bspw. passt „Was meinst du dazu?“ besser als „Wie klingt das für dich?“

Besonders gefreut habe ich mich darüber, was die Teilnehmer zukünftig im Umgang mit Konflikten anders oder bewusster machen möchten:

💡„Ich werde mir mehr Zeit nehmen, meine Gespräche mit dem Fahrplan vorzubereiten.“
💡„Ich werde Gesprächspausen aushalten und besser zuhören.“
💡„Ich weiß jetzt, wie ich mich nicht so schnell aufrege.“
💡„Mich entlastet, dass ich mich nicht um jeden Konflikt kümmern muss.“
💡„Mir ist bewusst geworden, dass ich nicht immer eine Lösung haben muss.“

Ich freue mich schon auf den nächsten Lehrgang im Februar!

Lassen Sie uns gemeinsam Ihr Seminar entwickeln:

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